Information zur Kernspintomographie

Methode
Die Kernspin- oder Magnetresonanztomographie (MRT) ist eine moderne Untersuchungsmethode, die detailgenaue Schnittbildaufnahmen des menschlichen Körpers liefert, ohne Röntgenstrahlung zu verwenden. Bei der Kernspintomographie werden Sie in einem starken Magnetfeld untersucht. Um dünne Schichtaufnahmen zu erzeugen, benötigen wir zusätzlich schwache wechselnde Magnetfelder. Es entsteht ein lautes Klopfgeräusch. Die Signale werden von einem leistungsfähigen Computersystem zu Schichtenaufnahmen in verschiedenen Ebenen umgewandelt.

 

 

Anwendung
Mit diesem Verfahren können Schnittbilder von allen Körperregionen wie z. B. dem Gehirn, Rückenmark, Wirbelsäule, inneren Organen sowie Weichteilen und Gelenken erstellt werden. Auch Blutgefäße werden mit dieser Methode untersucht.

Gründe, die Untersuchung nicht durchzuführen
Die Untersuchung ist wegen des starken Magnetfelds für die meisten Patienten mit Herzschrittmacher nicht geeignet. Inzwischen gibt es aber auch kernspintaugliche Schrittmachersysteme. Bitte erkundigen Sie sich ggf. bei Ihrem Kardiologen. Bei Schwangerschaft und bei im Körper vorhandenen Metallfremdkörpern wie z.B. künstlichen Herzklappen oder elektronischen Geräten muss im Einzelfall entschieden werden, ob eine Kernspintomographie möglich und sinnvoll ist. 

Mögliche Begleiterscheinungen
Bei den angewendeten Magnetfeldstärken sind schädigende Wirkungen auf den Körper nicht bekannt. Bei manchen Untersuchungen muss ein Kontrastmittel in eine Armvene gespritzt werden. Es ist gut verträglich und Nebenwirkungen sind äußerst selten. Wenn Sie unter einer Nierenunterfunktion leiden oder über 60 Jahre alt sind benötigen wir entsprechende Laborwerte (Kreatinin).

Patientenvorbereitung
Da Sie sich sowohl im Untersuchungsraum als auch im Gerät in einem starken Magnetfeld befinden, müssen metallische Gegenstände wie Schlüssel, Münzgeld, Feuerzeug, Uhr, Brille, Schmuck, Gürtel oder magnetempfindliche Dinge wie Kredit- und Scheckkarten abgelegt werden. Bei Darstellung des Bauchraumes müssen Sie eventuell vorher ein Darmkontrastmittel trinken, das sehr gut verträglich ist. Sollten Sie unter besonderer Unruhe oder Platzangst leiden, können wir Ihnen vor der Untersuchung ein entsprechendes Beruhigungsmittel verabreichen. Bei manchen Untersuchungen(z.B. Darstellung des Bauchraums, des Beckens oder der Becken-Bein-Gefäße) müssen wir den Darm durch ein Medikament ruhigstellen. Dies kann die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen.

Dauer
Während der Messzeit sollten Sie ruhig und entspannt liegen. Jede Bewegung verursacht Bildstörungen und verlängert die Untersuchungszeit. Je nach Fragestellung kann die Aufnahmezeit im Gerät zwischen 20 und 40 Minuten betragen. Wegen der aufwändigen Bildbearbeitung dauert es danach noch etwas dauern, bis die Aufnahmen vorliegen.

 

Was Sie zur Untersuchung mitbringen sollten
Befundberichte oder Bilder von zurückliegenden Untersuchungen (z.B. MRT, Röntgen, Ultraschall oder Computertomographie) sind bei der Planung und Auswertung hilfreich und sollten mitgebracht werden.

Ergänzungsuntersuchungen
Die Kernspintomographie ist eine sehr aussagekräftige Untersuchung. In einzelnen Fällen kann sie jedoch Fragen offen lassen, die eine Abklärung durch andere Untersuchungsmethoden erforderlich machen.

Nachsorge
Eine spezielle Nachsorge ist nicht notwendig. Falls Sie vor der Untersuchung ein Beruhigungsmittel bekommen haben, wird Ihr Reaktions- und Urteilsvermögen stark eingeschränkt sein. Bitte sprechen Sie mit uns darüber.