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Hinter den Kulissen: Ein Mann für alle Fälle

Ihre Aufgaben sind wichtig, damit die Untersuchungen an allen Standorten des MVZ Dr. Neumaier & Kollegen reibungslos stattfinden können. Die Servicetechniker haben immer alles im Blick.

7.30 Uhr, Dienstbeginn für Martin Marx im Facharztzentrum Regensburg. Sein erster Weg führt ihn an den Schreibtisch, E-Mails checken. Martin Marx ist einer von mehreren Servicetechnikern, die an allen Standorten der MVZ Dr. Neumaier & Kollegen ein Auge auf die medizinischen Geräte haben. Zu ihren Aufgaben gehört es, die Geräte zu kontrollieren und, falls notwendig, Störungen zu beheben. Bei 14 Standorten eine Menge Arbeit. „Die macht aber richtig Spaß“, sagt der Dipl.-Ing. für medizinisch-physikalische Technik.

Neben den Routinearbeiten verwalten Martin Marx und seine Kollegen auch den medizinischen Gerätebestand. Dazu gehört, Termine für Reparaturen und Wartungen abzusprechen sowie Ersatzteile zu beschaffen. Auch erforderliche Konstanzprüfungen zählen zu den Aufgaben. Und sollten einmal kleinere Wartungen und Reparaturen notwendig sein, führen die Servicetechniker diese auch selbst aus. Eben Männer für alles.

An diesem Mitwoch im März hat Martin Marx vor allem mit einem 1.5 Tesla Siemens Magnetresonanztomographen zu tun. Er muss eine Routinewartung an dem Gerät durchführen.

„Durch den Besuch von MR-Kursen bei Siemens in Erlangen bin ich berechtigt, routinemäßige Wartungen und kleinere Reparaturen an unseren Geräten selbst vorzunehmen“, sagt Marx. Um präzise Untersuchungen zu gewährleisten, überprüft der Fachmann die MRT-Geräte alle drei Monate auf ihre Bildqualität und natürlich deren Sicherheit. Zu Beginn führt Martin Marx eine allgemeine Sichtprüfung durch, wobei er darauf achtet, dass alle Abdeckungen richtig sitzen und nichts grob verschmutzt ist. Anschließend testet er den Rufball: Mit diesem können sich die Patienten während einer Untersuchung bemerkbar machen, sollte es Probleme geben.

Dann kommt die Kontrolle der Frischluftzufuhr für den Gerätetunnel dran. „Es ist wichtig, dass die Belüftung funktioniert, damit sich nicht so viel Wärme im Tunnel ansammelt und sich die Patienten wohlfühlen können.“

Sobald Martin Marx damit fertig ist, prüft er den Liegetisch und die Funktion des Lasers, der für die Positionierung des Patienten zuständig ist. Um ein statisches Magnetfeld aufrechtzuerhalten, wird der Magnet durch flüssiges Helium gekühlt – dessen Temperatur bei -269°C liegt. Die Kontolle des Heliumstands ist fester Bestandteil jeder Wartung.
Am Ende prüft Martin Marx das Gerät noch auf seine Funktion. „Dazu legen wir einen 20 Kilogramm schweren Testpatienten, das sogenannte Phantom, auf den Tisch, anschließend wird der ins Zentrum des MRT gefahren.“ Mithilfe einer speziellen Software werden Bildqualität und Sicherheit überpürft – in 15 verschiedenen Messungen. Nach etwa eineinhalb Stunden sind diese beendet, jetzt geht es für Martin Marx ans Auswerten und Protokollieren.

Findet er keine technischen Fehler, sichert er das System:
Alle wichtigen Daten und Einstellungen des Gerätes werden auf eine CD gebrannt. Das ist wichtig, damit im Fall eines Computerdefektes keine Daten verloren gehen.

Nach etwa vier Stunden hat Martin Marx alles geschafft und ist zufrieden. Bis das Telefon klingelt und ein neuer Auftrag für das Team der Servicetechniker ruft.

 

Text und Bilder: Hanno Meier

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